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Aufführung des Oberstufen-Literaturkurses

Leon Ramm als General Edgeways, Marvin Alizadeh als Buzz Windrip, Jule Völlmeke als Julia Falck, Nico Peters als Lee Sarason

Leon Ramm als General Edgeways, Marvin Alizadeh als Buzz Windrip, Jule Völlmeke als Julia Falck, Nico Peters als Lee Sarason

Leon Ramm als General Edgeways, Nico Peters als Lee Sarason, Jonathan Lichte als Effingham Swan, Dennis Kruse als Milizionar, Hannah Neise als Milizionärin

Leon Ramm als General Edgeways, Nico Peters als Lee Sarason, Jonathan Lichte als Effingham Swan, Dennis Kruse als Milizionar, Hannah Neise als Milizionärin

Hannah Neise als Milizionärin, Jonathan Lichte als Effingham, Urte Sakaite als Sheila Ledue, Josefine Hast als Dorothy Jessup, Dennis Kruse als Milizionar

Hannah Neise als Milizionärin, Jonathan Lichte als Effingham, Urte Sakaite als Sheila Ledue, Josefine Hast als Dorothy Jessup, Dennis Kruse als Milizionar

Nico Peters als Lee Sarason und Marvin Alizadeh als Buzz Windrip

Nico Peters als Lee Sarason und Marvin Alizadeh als Buzz Windrip

Do, 12. Juli 2018 | 15:10

„It can’t happen here“

Am 12.07.2018 fand die jährliche Aufführung des Literaturkurses der Q1 im Pädagogischen Forum des Geschwister-Scholl-Gymnasiums statt.

Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 hatte der Literaturkurs der Oberstufe unter Leitung von Michael Voß an der Dramatisierung des Romans „It can’t happen here“ von Sinclair Lewis gearbeitet. Am vergangenen Donnerstag war es soweit und die Schülerinnen Schüler brachten ihre ganz eigene Interpretation auf die Bühne.

 

Schulleiter Ulrich Cappel begrüßte die etwa 100 Zuschauer und dankte den Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses und Fachlehrer Michael Voß dafür, alljährlich Literatur zum Leben zu erwecken.

Der bereits 1935 veröffentlichte Roman „It can’t happen here“ des amerikanischen Literaturnobelpreisträgers Lewis beschreibt den Aufstieg des Populisten Buzz Windrip zum Präsidenten der USA und dies mit verheerenden Auswirkungen auf Demokratie und Menschenrechte. Was keiner für möglich gehalten hatte, geschieht. Mit rechtspopulistischer und faschistischer Rhetorik gelingt Windrip der Wahlsieg und im Handumdrehen zerbrechen Demokratie und Rechtsstaat. Anklänge an das nationalsozialistische Deutschland der damaligen Zeit sind unübersehbar: schnelle Machtübernahme, Gleichschaltung, Unterdrückung und Ausschaltung Andersdenkender und politischer Gegner, Etablierung einer Diktatur, Krieg.

Die Darsteller schaffen eine beklemmende Situation, in der dem Zuschauer selten klar ist, wo der Originaltext Lewis‘ aufhört und die selbstgeschriebenen Passagen der Schülerinnen und Schüler beginnen. Allzu aktuell sind zahlreiche Anklänge an die aktuelle politische Situation: Rechtsruck, populistische Staatsoberhäupter, Flucht und Migration werden thematisiert.

Besonders hervorzuheben sind die drei Hauptdarsteller des Stückes. Zum einen Josefine Hast als regimekritische Journalistin Dorothy Jessup, deren Warnungen vor Windrup weder Politik noch Bevölkerung hören wollen. Marvin Alizadeh, dessen Darstellung des Präsidenten Buzz Windrip, der sich vom populistischen Party-Diktator zum launischen Kind mit Verfolgungswahn entwickelte, auch für den ein oder anderen Lacher sorgte. Und abschließend Nico Peters als Windrips Berater Lee Sarason, dem eigentlichen Strippenzieher hinter Windrips Regime, der sich in seinem Größenwahn zum römisch anmutenden Kaiser und „Gott der Hedonisten“ erhebt.

Eine gelungene Inszenierung des Literaturkurses der Oberstufe, die mit großem Applaus honoriert wurde und die dem Zuschauer gezeigt hat, wie immens wichtig die Verteidigung der Demokratie ist.

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