Pädagogische Konzepte :

Schulzeitstreckung

Schulzeitstreckung

Ein neues Modell zur Förderung des Hochleistungssports!

Erfolge in den Juniorenklassen des internationalen Hochleistungssports lassen sich nur mit ganz besonderem Einsatz erreichen.

Durch den hohen Zeitaufwand für die Trainings- und Wettkampfmaßnahmen ist dann eine erfolgreiche Fortsetzung der schulischen Laufbahn unter den normalen Rahmenbedingungen nur noch schwer oder gar nicht möglich.

An diesem Punkt standen zu Beginn der Saison 2011/12 drei unserer Bahnsportler. Sie versäumen im Laufe einer Wintersaison mehr als 220 Stunden Unterricht. Wenn sie nicht auf Lehrgängen oder bei Wettkämpfen sind, fehlt durch die notwendige Trainingsbelastung dennoch die Zeit für Förderunterricht und das selbständige Nachholen von Unterrichtsstoff. Auch die Klausuren sind so nicht zu schaffen. Daher haben wir ein Grundmodell entwickelt, das durch eine Streckung der Qualifikationsphase (Q) auf drei Jahre die Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport wiederherstellt. Das Modell beinhaltet die Wiederholung eines Schuljahres durch einen Rücktritt nach der Q2.1. Im ersten Jahr der Schulzeitstreckung werden die Abiturfächer ausgesetzt, die dann im zweiten Jahr nachgeholt werden. Diese Aufteilung ist erforderlich, um eine kontinuierliche Vorbereitung auf die Abiturprüfungen, gemäß den für das jeweilige Jahr gültigen Vorgaben, zu gewährleisten. Als begleitende Maßnahme erhalten die Sportlerinnen und Sportler Förderunterricht in Englisch und Mathematik, um die Kontinuität des Lernprozesses in diesen sensiblen Fächern zu sichern.

Wir hoffen, dass durch dieses Modell die sportlichen und schulischen Karrieren unsere Sportlerinnen und Sportler auch weiterhin einen erfolgreichen Verlauf nehmen werden und wir auch zukünftig Medaillengewinner wie Jacqueline Lölling bei Weltmeisterschaften und/oder Olympischen Spielen mit Abitur beglückwünschen können.