Schulzweckverband Gymnasium Winterberg und Medebach
Aufgrund der demografischen Entwicklung sind in unserer Region weniger Schüler vorhanden, die das Gymnasium in Winterberg sowie Medebach füllen würden. Deshalb wurden die beiden Schulen zu einem Schulzweckverband zusammengeführt, um beide Standorte auf lange Sicht zu erhalten, und diese Schulform zu sichern.
Die Idee davon ging von den politischen Gremien aus. Das Schulministerium genehmigte die Gründung des Schulzweckverbandes, bei der Umsetzung wurden die Schulen von der Bezirksregierung Arnsberg unterstützt. Dabei wurde Medebach ausgewählt, weil die beiden Standorte relativ nah beieinander liegen. Medebach war das bisher einzige Gymnasium NRWs, das nur die Sekundarstufe I anbot. Da schon früher Schüler von Medebach in die Winterberger Oberstufe wechselten, bot sich der Zusammenschluss an.
Nun bemühen sich beide Standorte, den Schülern die gleichen Voraussetzungen für die gemeinsame Oberstufe zu ermöglichen. Für beide Standorte ergibt sich dabei der Vorteil, dass Lehrkräfte in schwach besetzten Fächern ausgetauscht werden, und diese Fächer damit an beiden Standorten unterrichtet werden können. Ein Nachteil an der Sache ist, dass einige Lehrer nun zwischen den beiden Standorten hin und her pendeln müssen, und die zeitliche Belastung gestiegen ist.
Ab sofort finden Lehrerkonferenzen sowie Schülerratsversammlungen gemeinsam statt, dementsprechend gibt es nur noch einen Lehrer- und Schülerrat für beide Standorte. Auch die Leitung des Gymnasiums wird nun gemeinsam geführt, wobei der Schulleiter in Winterberg ansässig ist, während der Stellvertreter in Medebach bleibt.
Durch die Zusammenführung musste auch der Datenverbund geändert werden, was einen zusätzlichen Aufwand bedeutete. Auch für die Lehrer stellt dies eine neue Herausforderung dar. Jedoch sehen die beiden Standorte positiv in die Zukunft, so sind schon die ersten gemeinsamen Projekttage in Arbeit. Auch in Zukunft sind weitere gemeinsame Aktionen geplant, die die Zusammenarbeit der beiden Standorte festigen sollen.
von Svenja Appelhans, Maximilian Hoffmeister, Dina Schnurbusch und Kerstin Winter


